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Der elektronische Rundbrief der Landesgruppe

Ausgabe Nr. 2/2009, September 2009
 

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

rechtzeitig zum Wahlwochenende geben wir unseren neuen E-Brief heraus.

In den Wochen vor der Bundestagswahl entstand ein entsprechend politischer und "wahllastiger" Rundbrief.

So weisen wir hin auf die bevorstehende Wahl zur Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer und das BDP-Projekt "Wahlprüfsteine 2009" - benötigen Sie vielleicht noch eine Entscheidungshilfe? Möglicherweise finden Sie sie auf dieser Website.

Wir setzen unsere Reihe zur Reform der Studiengänge fort mit einem Blick an die Universitäten im Lande.

Und nicht zuletzt berichten wir von der letzten Mitgliederversammlung der Landesgruppe - auch hier fanden Wahlen statt.

Folgende Themen finden Sie in diesem E-Brief:

  1. Ein Rückblick: Die Mitgliederversammlung am 20. Juni 2009
  2. Wahlkampf Teil 1: Wahlen zur Landespsychotherapeutenkammer
  3. Wahlkampf Teil 2: Die Landesgruppe im Gespräch mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl 2009
  4. Psychologieausbildung in Bachelor- und Masterstudiengängen - Teil 2
  5. Das Konzept des Verbandes Psychologischer Psychotherapeuten (VPP) im BDP zur zukünftigen Psychotherapeuten-Ausbildung
  6. Termine und Hinweise

Am 26. September 2008 haben wir den ersten Mitglieder-E-Brief an Sie verschickt. Genau ein Jahr später versenden wir den insgesamt vierten, den zweiten in 2009.

Wir erfuhren viel positive Resonanz in der Mitgliederversammlung zu diesem Medium. Um die Lesbarkeit zu erleichtern, haben wir einige Inhalte in pdf-Dateien "ausgelagert".

Wenn Sie uns ebenfalls Ihre Rückmeldung zum E-Brief zukommen lassen möchten (
E-mail an die Landesgruppe), so freuen wir uns.

Ein schönes Wahlwochenende wünscht Ihnen

der Vorstand Ihrer BDP-Landesgruppe Baden-Württemberg


1. Ein Rückblick: Die Mitgliederversammlung am 20. Juni 2009

Am Ende eines gut besuchten, anregenden und informativen Landespsychologentages trafen sich die Mitglieder der Landesgruppe zur diesjährigen Mitgliederversammlung im SpOrt in Stuttgart.

Nach einem Bericht über die aktuellen und vergangenen Arbeiten war ein Punkt auf der Tagesordnung die Nachwahl zweier Vorstandskollegen. Aus persönlichen Gründen haben Christine Geyer und Roland Raible ihre Ämter niedergelegt. Auch an dieser Stelle danken wir nochmals den beiden Kollegen.

Somit wurden zwei neue Gesichter in den Vorstand der Landesgruppe gewählt, wobei eines schon ein geschätztes und gut bekanntes ist: Nach zwei Jahren ohne Amt im Vorstand der Landesgruppe ist nun Elisabeth Noeske aus Freiburg als Cassier für den Rest unserer Amtszeit wieder mit an Bord.

Sie vertritt darüber hinaus die Sektion Klinische Psychologie im Vorstand.

Wirklich neu in der Vorstandsarbeit ist hingegen das fünfte Vorstandsmitglied im Bunde, Frau Barbara Humbert.

Frau Humbert lebt in Giengen und hat gerade ihre Ausbildung zur Psychotherapeutin begonnen.

Herzlich willkommen im Vorstand – wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!


2. Wahlkampf Teil 1: Wahlen zur Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg

Vom 15. Oktober bis 16. November 2009 findet die dritte Wahl zur Vertreterversammlung der Landespsychotherapeutenkammer statt.

An alle wahlberechtigten Kammermitglieder werden die Wahlunterlagen am 15. Oktober von der Kammer geschickt.
Psychologische Psychotherapeuten/innen, Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten/innen und Psychotherapeuten/innen in Ausbildung (PiA) wählen in gesonderten Wahlgängen. Jedes Kammermitglied hat nur eine Stimme!

BDP/VPP ist wieder mit der Liste „Kompetenz und Vielfalt" (für PP) vertreten. Und außerdem – da PiAs 2009 zum ersten Mal ihre eigenen Vertreter/innen wählen können – mit der Liste „Kompetenz und Vielfalt für PiA“.

Informationen über die Kollegen/innen, die auf unseren BDP/VPP-Listen kandidieren, werden demnächst auf den Websiten der Landesgruppe und des Landesfachverbandes (http://www.vpp.org/verband/lfv/baden/index.shtml) veröffentlicht.

Die Flyer mit den Listen können hier heruntergeladen werden:

Flyer "Kompetenz und Vielfalt"        Flyer "Kompetenz und Vielfalt für PiA"


3. Wahlkampf Teil 2: Die Landesgruppe im Gespräch mit Kandidatinnen und Kandidaten zur Bundestagswahl


In diesem an Wahlen reichen Jahr 2009 hat der BDP einen umfangreichen Katalog von Fragen für die Wahlbewerberinnen und Wahlbewerber zusammengestellt – die Wahlprüfsteine 2009.

Auf Anregung des BDP-Vorstands haben die Vorbereitungen schon Ende 2008 begonnen: Die Untergliederungen wurden aufgerufen, die aus ihrem Arbeitsgebiet relevanten Themen in Fragen an die Politikerinnen und Politiker zu verpacken. Diese Fragen wurden auf Vorstandsebene gesammelt. So entstand ein Katalog von 40 Fragen, einsortiert in die Kapitel „Gesundheit“, „Schule und Bildung“, „Wirtschaft und Arbeit“ sowie „Gesellschaft und Institutionen“.

Über dieses Projekt haben wir nicht nur auf der Landesgruppen-Website informiert (siehe hier). Der Landesgruppen-Vorstand ist auch in den letzten Wochen mit ausgewählten Fragen auf Kandidatinnen und Kandidaten von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/Die Grünen sowie DIE LINKE zugegangen.

Die Antworten, die uns erreichten, haben wir auf unserer Landesgruppen-Website veröffentlicht. Nach wie vor treffen Antworten ein, die wir bis zum Wahlsonntag online stellen werden.

Alle Ergebnisse – d. h. auch die aus anderen Bundesländern – sind auf der Verbandswebsite nachzulesen.

Wir planen, in der kommenden Legislaturperiode die Kontakte mit den Politikerinnen und Politikern aufzugreifen und auf ihre Antworten zurück zu kommen.

Es ist recht spannend, wer antwortet (und wer nicht), und vor allem welche Antworten gegeben werden. Sie sind herzlich eingeladen, die Reaktionen der Politikerinnen und Politiker zu sichten und sich vielleicht die notwendige Entscheidungshilfe für Ihr Kreuz am Sonntag zu holen.


4. Psychologenausbildung in Bachelor- und Masterstudiengängen - Teil 2

Im letzten E-Brief haben wir begonnen, über die Auswirkungen des Bologna-Prozesses auf die Landschaft der Psychologie-Studiengänge zu berichten.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beschreibt auf seiner Website als Ziel des Prozesses, „dass Europa durch die Einführung eines gestuften Studiensystems aus Bachelor und Master mit europaweit vergleichbaren Abschlüssen, die Einführung und Verbesserung der Qualitätssicherung sowie die Steigerung der Mobilität im Hochschulbereich stärker zusammenwächst. So kann das vorhandene Wissenspotenzial besser ausgeschöpft werden.“

Um welche Veränderungen handelt es sich?

Während uns mit dem Diplom-Studiengang – mit dem Einschnitt durch das Vordiplom – das Modell eines fünfjährigen Studiums vertraut ist, das auch erst mit dem Diplom einen berufsqualifizierenden Abschluss findet, gibt es als Folge der Hochschulreform (eingebettet in den Bologna-Prozess) nun zwei berufsqualifizierende Abschlüsse im Fach der Psychologie: den ersten qualifizierenden Berufsabschluss mit dem Titel „Bachelor“ (B.Sc., „Bachelor of Science“) nach drei bis vier Jahren Studium und den zweiten mit dem Titel „Master“ (M.Sc., „Master of Science“) nach weiteren ein bis zwei Jahren Studium.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat 2003 empfohlen, als Diplom-Äquivalent zu dem bisherigen Diplom-Abschluss den Master-Abschluss zu sehen.

Berufstätigkeit in psychologischen Arbeitsfeldern schon nach drei Jahren Studium

Mit anderen Worten: Mit einem Bachelorabschluss soll der Einstieg in eine Berufstätigkeit möglich sein. Das behauptet zumindest die KMK, die mit der Reform auf einen zunehmen¬den Anteil von Hochschulabsolventen setzt.

Welche Art von Tätigkeiten Bachelorinhaber im Fach der Psychologie ausführen können, wird noch diskutiert. Erfahrungswerte wurden bislang noch nicht systematisch gesammelt. Nach wie vor strebt die Mehrzahl der Studierenden eine Fortsetzung des Studiums in einem Masterstudiengang an.

Die Umstellung auf die neuen Studiengänge erfolgt an den Universitäten in Baden-Württemberg sehr unterschiedlich – es gibt Universitäten, an denen in diesem Wintersemester die Umstellung erfolgt, an anderen Universitäten stehen die ersten Bachelorstudierenden bereits kurz vor ihrem Abschluss. Auch die Dauer des Bachelor-Studiums schwankt zwischen drei und vier Jahren.

Wie in Baden-Württemberg der Stand der Dinge ist und welche fachlichen Schwerpunkte die Universitäten gewählt haben, haben wir Ihnen hier zusammengestellt.

Im nächsten E-Brief stellen wir Ihnen die weiteren Veränderungen der Studiengänge vor.


5. Das Konzept des Verbandes Psychologischer Psychotherapeuten (VPP) im BDP zur zukünftigen Psychotherapeuten-Ausbildung

Der Bologna-Prozess (und die damit verbundene Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge) erfordert auch eine entsprechende Änderung der Psychotherapeuten-Ausbildung. Anregungen hierzu gibt ein im Mai 2009 veröffentlichtes umfängliches Forschungsgutachten zur Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und Kinder- und Jungendlichenpsychotherapeuten, das vom Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben wurde. Über die Website des VPP werden Sie zum Gutachten weitergeleitet.

Auf seiner Website ist das Konzept des VPP zur zukünftigen Psychotherapeuten-Ausbildung  allen Interessierten zugänglich. Wir stellen Ihnen den Text außerdem hier zur Verfügung. – Und wenn Sie auch künftig regelmäßig und aktuell informiert werden wollen, dann werden Sie VPP-Mitglied.


6. Termine und Hinweise

Ausführliche und stets die aktuellsten Termine finden Sie unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ auf unserer Website (Link).


10. Oktober 2009 Die Mitgliederversammlung der Sektion Klinische Psychologie findet statt von 13:00 bis 17:00 Uhr im Hofgut Himmelreich gGmbH, Himmelreich 37, 79199 Kirchzarten.

Es schließt sich eine Fortbildung an: "Kriminalpsychologie im 21. Jh. – Multidimensionale Aspekte", die gegen 18:15 Uhr beendet sein wird. Gäste sind herzlich eingeladen. Weiteres erfahren Sie auf http://www.bdp-klinische-psychologie.de/aktuell/index.shtml.

13. Oktober,
10. November und
8. Dezember 2009
Stammtisch in Freiburg

Freiburger PsychologInnen treffen sich i.d.R. an jedem zweiten Dienstag des Monats zu einem Stammtisch. Neben dem kollegialen Austausch informieren sich KollegInnen gegenseitig oder lassen sich zu spezifischen Fragen von externen Fachleuten beraten. Es sind schon wieder viele spannende Themen projektiert.

Ansprechpartnerin ist Elisabeth Noeske (E-mail)

24. Oktober 2009 Treffen des erweiterten Landesgruppen-Vorstands 
4. November und
16. Dezember 2009
Stammtisch Nordbaden

Treffpunkt ist die Gaststätte „Zum Dammerstock", Nürnberger Straße 1,
76199 Karlsruhe, 19:30 Uhr.

Ihr Ansprechpartner ist Wolfgang Reule (E-mail).

21./22. November 2009
Delegiertenkonferenz in Hamm/Westfalen

3. Dezember 2009 Regionalgruppe Rems-Murr

Das nächste Stammtisch-Treffen findet abends um 20 Uhr im Kesselhaus in Schorndorf statt.

Sprechen Sie bei Interesse Sigrun Koch an (E-mail).