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Der Landestag der Psychologie 2015

Zwischen Manipulation und Selbstbestimmung

       

Ein selbstbestimmtes Leben zu fördern und manipulative Techniken aufzudecken, ist ein wichtiges Anliegen im ethisch-professionellen Handeln der Psychologie. In nahezu allen Tätigkeitsfeldern stellt sich diese Herausforderung in unterschiedlichen Facetten.

Dieses hochaktuelle Thema, bei dem der Psychologie gleichzeitig eine besondere Expertise zugeschrieben wird, präsentieren wir Ihnen deshalb beim diesjährigen Landestag der Psychologie.
 
Es begegnet uns in der Wirtschafts- und Sportpsychologie, wenn unter dem Label „mehr Professionalität“ stete Leistungssteigerung verstanden und diese zum Teil mit grenzwertigen Mitteln erreicht wird. Wir erleben es bei der Beobachtung von Führungsstilen in Politik und Wirtschaft, wenn die Entscheidungsmacht von Führungskräften zur Manipulation missbraucht wird.

Es berührt uns aber auch bei der Frage nach der noch verbleibenden Selbstbestimmung von Demenzkranken ebenso wie bei der nach dem selbstbestimmten Sterben. Einer ganz anderen Art von Manipulation begegnen wir in der Psychotherapie, wenn Patienten implizite Botschaften an ihren Therapeuten richten. Wie erkennt man diese verdeckten Aufträge und wie geht man damit um?

Wir haben längst bemerkt, dass die Werbung uns zu ganz bestimmten, nicht immer sinnvollen Kaufentscheidungen verleiten will, aber neuerdings will auch die Politik mittels Nudging sanft Einfluss darauf nehmen, dass Bürger sich so verhalten, wie die Regierung es für richtig hält. Verglichen damit sind Fahrerassistenzsysteme und Automatisierung in Fahrzeugen harmlose Eingriffe in unser Leben, aber auch auf diese Weise geht ein Stück Selbstbestimmung verloren. Wie wird die menschliche Psyche darauf reagieren? Wie verhalten wir uns zu diesen Entwicklungen? Sind wir nur Beobachter oder setzen wir Forschungsergebnisse in angewandte Psychologie um? Warnen wir rechtzeitig vor Fehlentwicklungen und ihren möglichen Folgen für Individuum und Gesundheit aber auch für die Entwicklung unserer Gesellschaft?

Über all das  wollen wir beim Landestag diskutieren und Wege zeigen, durch die ein Höchstmaß an Selbstbestimmung gewahrt bleiben kann.

Ein Blick auf das Programm zeigt, dass es uns gelungen ist, zu all diesen Themen Experten aus Wissenschaft und Praxis zu gewinnen. 

Für einen gelungenen Landestag brauchen wir jetzt nur noch Sie - Psychologinnen, Psychologen, Psychotherapeuten, Studentinnen und Studenten, Gäste aus Politik und Wirtschaft, Journalisten und Vertreter anderer am Thema interessierter Berufsgruppen. Die Landesgruppe Baden-Württemberg und der VPP-Landesfachverband des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen laden Sie herzlich zum 11. Juli nach Stuttgart ein.

Leiten Sie den Flyer der Veranstaltung gerne an andere Interessierte weiter.

Als Veranstaltungsort haben wir wieder das Haus der Sports „SpOrt“ im Neckerpark gewählt. Die Landespsychotherapeutenkammer Baden-Württemberg rechnet den Besuch dieser Veranstaltung mit sechs Punkten an.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Und wenn Sie BDP-Mitglied sind und im Programm die Mitgliederversammlung vermissen: Die findet in diesem Jahr am 10. Oktober 2015 in Freiburg statt. Die Einladung erfolgt gesondert.

Wir wünschen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen interessanten Landestag, neue Erkenntnisse, inspirierende Workshops und gute Gespräche.

Bis zum 11. Juli 2015 in Stuttgart!

Ihre BDP-Landesgruppe und VPP-Landesfachverband