Werner Kraft, langjähriger Vorsitzender der Landesgruppe Baden-Württemberg, verstarb am 9. Juli 2010
Bereits ab 1975 war Werner Kraft im BDP engagiert, zunächst auf Bundesebene als Delegierter des damaligen erweiterten BDP-Vorstandes (eine Delegiertenkonferenz, wie wir sie heute kennen, gab es 1975 noch nicht). 1978 wurde Werner Kraft in den Vorstand der Landesgruppe Baden-Württemberg gewählt, deren Vorsitzender er dann von 1979 bis 1992 war.
In seiner Amtszeit im Vorstand der Landesgruppe hat er mit seinen Ideen die Landesgruppenarbeit geprägt und gestaltet. Dazu gehören u. a. der Auf- und Ausbau regionaler Stammtische und die Durchführung von Landespsychologentagen mit berufspolitisch wichtigen Themen.
Ein zentrales Anliegen war es Werner Kraft, eine angemessene berufsrechtliche Regelung für psychotherapeutisch tätige Psychologen/innen und damit eine bessere Versorgung psychisch kranker Menschen zu erreichen.
Auch nach Beendigung seiner Tätigkeit als Vorsitzender der Landesgruppe war Werner Kraft als Delegierter der Landesgruppe und Vorsitzender der BDP-Kommission für die Entwicklung psychologischer Psychotherapie sowie als Mitglied des Kammerausschusses Berufsordnung berufspolitisch aktiv.
Dem BDP blieb er auch nach seinem Ausscheiden aus seinen ehrenamtlichen Funktionen verbunden und nahm, wann immer ihm dies sein gesundheitlicher Zustand ermöglichte, bis wenige Wochen vor seinem Tod an regionalen Veranstaltungen teil und verfolgte mit kritischem Blick die Entwicklung seines Berufsverbandes, den er mit seiner Weitsicht und seinen berufspolitischen Visionen jahrelang mitgeprägt hatte.
Ein Porträt von Werner Kraft zeichnete BDP-Pressesprecherin Christa Schaffmann in der BDP-Mitgliederzeitschrift "Report Psychologie" in ihrer Ausgabe 11-12/2008.
Auf der Mitgliederversammlung der Landesgruppe 2010 am 10. Juli 2010 wurde ihm zu Gedenken eine Schweigeminute eingelegt.
Ute Steglich Vorsitzende der BDP-Landesgruppe Baden-Württemberg