![]() |
![]() |
|
Informationstag am 1. März 2008 in MannheimAm 1. März fand in Mannheim ein Informationstag der Landesgruppe mit verschiedenen Angeboten in Kombination mit der Mitgliederversammlung statt. Zu folgenden Themen konnten sich die Angehörigen der Landesgruppe mit Informationen aus erster Hand versorgen lassen:
Dr. Günter Koch, Leiter der Berliner Akademie für Psychotherapie (BAP), gab einen Überblick über die Regularien der Ausbildung zum PPTh und KiJu,PTh. Für Kolleg(inn)en in der Ausbildung (PiA) eine Bestätigung bekannter Tatsachen und Probleme, war dies für die anwesenden Student(inn)en der Einblick in einen weiteren möglichen Ausbildungsabschnitt. Spannend für alle war der Versuch eines Ausblicks in die Zukunft nach Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen: Wird es einen Beruf des Nichtärztlichen Psychotherapeuten geben, der nicht zugleich eine psychologische oder pädagogische Vollausbildung vorweisen kann? Ina Jungbluth, Geschäftsführerin des Deutschen Psychologenverlags (DPV) und z.Zt. kommissarische Leiterin des Wirtschaftsdienstes (WD), hat – unterstützt durch Barthel Bonn und Sven Mader als Fachreferenten und Vertreter der Mannheimer AG, dem Kooperationspartner des Wirtschaftsdienstes in Versicherungsangelegenheiten – darüber informiert, welche Versicherungen in unserem Beruf unabdingbar sind, welche optional, welche überflüssig. Selbst Kolleg(inn)en mit vielen Berufsjahren fanden in der aufschlussreichen Darstellung noch Mosaiksteine zur Vervollständigung ihres Wissens. Die rege Beteiligung am Gespräch mit den Referenten zeigte die besondere Bedeutung dieses Themas für KollegInnen aller Altersgruppen und Fachrichtungen auf. Dr. Joachim Steck, in Tübingen niedergelassener Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arzt- und Medizinrecht, fand mit seinem Beitrag über die Möglichkeiten der Praxisübergabe und Praxisübernahme interessierte Zuhörer aus allen Altersgruppen. Angesichts der komplizierten Verschränkung von zivilrechtlichen Aspekten wie der Ermittlung und Festlegung des Verkaufspreises einer Praxis und den sozialrechtlichen Bestimmungen des Zulassungsrechts war seine Botschaft unmittelbar einleuchtend: Praxisausstieg und -einstieg sollten unbedingt langfristig geplant und gründlich vorbereitet werden. Verzögerungen wegen juristischer Probleme können für beide Beteiligte zu beträchtlichen materiellen Verlusten führen. Fredi Lang, Fachreferent in der Bundesgeschäftstelle, problematisierte für seine Zuhörer die Frage, wie viel Vorarbeit und Einsatz abverlangt werden kann, bis aus einer Auftragsklärung eine Leistung für Kunden wird. Auf dem Hintergrund der zunehmenden Deregulierung der Märkte für psychologische Dienstleistungen wurde deutlich, welche praktische und berufspolitische Dimension das Thema hatte. Die Situation, die KollegInnen im Bereich der Wirtschaftspsychologie heute schon erleben, nämlich dass von Kunden weniger nach der formalen und umfassenden Basisqualifikation, sondern wesentlich stärker nach eng umschriebenen praktischen Kompetenzen gefragt wird, und dass der Preis der Leistung häufig zum entscheidenden Kriterium für die Auftragsvergabe wird – diese Situation wird sich durch die Deregulierung immer stärker auch in anderen Märkten durchsetzen, denn die Tendenz auf der europäischen Ebene geht eindeutig in Richtung Deregulierung. Etwas zu kurz kamen neben dieser allgemeinen Betrachtung der Situation konkrete Fragen von Akquisitionsstrategien und praktischen -schritten. Als besonderes Resumée dieses Tages darf hervorgehoben werden, dass es – nicht zuletzt mit Hilfe von Mareike Ott von der BV Studierende – gelungen war, das gesamte Altersspektrum der potenziellen und tatsächlichen BDP-Mitglieder anzusprechen und sowohl den klinisch/therapeutisch orientierten als auch den Kolleg(inn)en aus anderen Feldern einen interessanten und informationsreichen Tag zu gestalten. Über die anschließende Mitgliederversammlung können Sie sich hier informieren. Roland Raible und Michael Ziegelmayer (22.03.2008) |
||